Quadrocopter, Hexacopter und mehr – die Zukunft der Multicopter

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Den Quadrocopter kennt so ziemlich jeder. Seitdem die Parrot AR.Drone fast überall für etwa 300 Euro erhältlich und auch noch ohne Flugerfahrung beherrschbar ist, sind Quadrocopter keine Seltenheit mehr. Doch es geht noch viel mehr. Im Hobbybereich gibt es Tüftler mit den komplexesten Hexa- und Octocopter-Kontruktionen. Professionelle Multicopter werden aber mittlerweile auch “Ready-to-Fly” angeboten, wobei man da mit mehreren 1000 Euro Anschaffungskosten rechnen muss. Was damit möglich ist und welche Risiken sich verbergen, erfahrt ihr hier.

Was ist möglich auf dem Multicopter-Markt?

Einsteigermodelle:

Wenn ihr Einsteiger seid, dann empfiehlt es sich wirklich eine Parrot AR.Drone oder vergleichbare Modelle im 300 bis 400 Euro-Bereich zu kaufen. Ihr habt euren Spaß und könnt das Modell ohne Vorkenntnisse benutzen. Vorraussetzung für die Parrot Drohne ist allerdings ein (iOS/Android) Smartphone oder Tablet. Darüber steuert ihr die Drohne mit einfachen Joysticks und beschrifteten Buttons. Wenn ihr aber an etwas Richtigem interessiert seid und euer Flug nicht nach zehn bis fünfzehn Minuten vorbei sein soll, solltet ihr euch woanders umschauen. Ernsthafte Multicopter kosten dann schon einmal über 1000 Euro – ohne Kamera und Funkfernsteuerung.

Fortgeschrittene Multicopter:octocopter-intermodellbau

Alles über 500 Euro gehört auf jeden Fall in den fortgeschrittenen Bereich. Ein sehr gutes Beispiel für einen tollen, RTF Quadrocopter um die 500-600 Euro, ist der DJI Phantom. Er ist voll ausgestattet, ist auch für Anfänger geeignet und kann wahlweise mit einem kompletten FPV (First Person View) Set bestellt werden.

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Auch das Selberbauen eines Multicopters ist nicht günstig. Dafür bekommt ihr aber auch mehr für euer Geld. Wer die Kenntnisse dafür hat, sollte es auf jeden Fall ausprobieren und sich sein Gerät aus Einzelteilen zusammenbauen. Vor einigen Monaten tauchte sogar ein Open Source Mini-Quadrocopter auf, den man per Online-Anleitung nachbauen und programmieren kann.

Neben den Hexacopter-Modellen gibt es mittlerweile auch Octocopter, als RTF-Modelle, zu kaufen. Die Vorteile eines Copters mit mehr als vier Rotoren liegen vor allem bei der erhöhten Tragkraft. Im Internet finden sich zahlreiche Videos von voll ausgestatteten Multicopter-Drohnen, die atemberaubende Aufnahmen, von Hochhausschluchten oder weitläufigen Landschaften machen. Mit einem Octocopter habt ihr deutlich mehr Power und könnt mehrere Akkus und hochauflösende Kameras, samt Weitwinkelobjektiv mit in die Lüfte nehmen. Das Resultat sind längere Flugzeiten, bessere Aufnahmen und mehr Optimierungsmöglichkeiten. Das alles kostet aber auch mehr Zeit, Arbeit und Geld. Ihr solltet euch also immer fragen, was euer Ziel ist und was ihr wirklich mit dem Multicopter vorhabt.

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DJI Phantom; Quelle: dji-innovations.com

Und in Zukunft?

Erst (RTF) Quadro-, dann Hexa- und schließlich Octocopter (Tri-Copter gibt es übrigens auch), was kommt als Nächstes? Der Decacopter (10 Rotorblätter)?

Die Multicopter entwickeln sich stetig weiter und bieten neue Möglichkeiten. Das birgt aber auch einige Risiken. Mit der steigenden Popularität der Drohnen kann und wird die Privatsphäre der Menschen gefährdet. Multicopter-Drohnen machen es sehr leicht, aus größer Höhe Menschen ohne deren Wissen zu filmen (Überwachungsstaat). Ein Beispiel dafür ist das INDECT-Projekt der EU. Schon heute darf nicht ohne Genehmigung mit einem Multicopter, an dem eine Kamera befestigt wurde, in der Öffentlichkeit geflogen werden.

Es gibt aber auch viele positive Einsatzmöglickeiten. Die Kamera Drohnen können nicht nur extrem scharfe Aufnahmen machen, sondern auch Menschen helfen. Indem Drohnen und Multicopter beispielsweise in bei der Rettung bzw. Bergung von Menschen in Not eingesetzt werden oder Hochhäuser auf Risse untersuchen. Flutopfer, die nur schwer zu erreichen sind, können bis zu ihrer Rettung mit Nahrung versorgt werden.

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